Endnote 2,0 Gut
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Senseo Quadrante Testbericht

Dietmar.Dala, 23. Juni 2015
Endnote 2,0 Gut
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Die Philips Senseo Quadrante kommt im Look eines typischen Küchengeräts. Sie brüht automatisch zwei volle Tassen Kaffee auf einmal. Ihr Senseo Pad-System erzeugt kaum Müll, die Kaffeepads dürfen in die Biotonne. Fragt sich nur, ob der ökologisch korrekte Kaffee auch schmeckt.

(719 Rezensionen)

POSITIV

  • + schneller, frisch gebrühter Kaffee nach Wahl
  • + Kaffepads umweltfreundlich und kompostierbar
  • + Pads einfach in Supermärkten erhältlich
  • + preisgünstige Pads anderer Hersteller erhältlich
  • + klares Bedienkonzept

Negativ

  • - kein echter Espresso
  • - Kaffeepads teurer als Bohnen oder loser Kaffee

Zwischen den schnuckelig kleinen Espressobereitern und den auf edlen Designermaschinen erscheint die Philips Senseo Quadrante wie ein profaner Hochhausblock im Kleinformat. Philips nennt einen Preis von 119,99 Euro, erhältlich ist sie ab etwa 75 Euro. Als Vertreterin der Pad-Technik verspricht die Senseo Quadrante zwar keinen hochklassigen Gourmet-Espresso, aber immerhin einen stets frischen und aromatischen Kaffee.

Design der Senseo Quadrante

Das klotzige Design wirkt zwar etwas massig, aber das täuscht. Die Grundfläche von 18 x 18 cm plus Abtropfgitter spart Platz. Philips bietet die Maschine in Rot, Schwarz und Weiß an, wobei das „Dach“ und die Arbeitszone stets in Mattschwarz ausgeführt sind. Wer Espressomaschinen gewöhnt ist, muss umdenken. Das Senseo-System füllt stets eine normale Kaffeetasse (knapp 150 ml), auch wenn Espresso auf der Tüte steht. Unterschiedliche Mengen wie bei Ristretto, Espresso oder Lungo gibt es hier nicht. Daher erscheint der Inhalt des Wassertanks trotz 1,2 Liter eher knapp bemessen, randvoll reicht er für 8 Tassen. Allerdings sind die beiden anderen Senseo-Geräte im Test mit noch kleinern Tanks ausgestattet. Über einen Eingriff lässt sich der Tank bequem wie durch einen Handschuh fassen. Zwischen Abtropfgitter und Kaffeausgabe passen nur Gläser bis etwa 12 cm Höhe. Der Kaffee wird über zwei Röhrchen ausgegeben. Man kann also auch zwei Tassen gleichzeitig befüllen.

Design: Klotzig und funktionell

Auf der Oberseite der Senseo Quadrante finden sich die Einschalttaste sowie die Wahltasten für eine oder zwei Tassen. Mit einem großen Bügel öffnet man das Gerät, in diesem Fall klappt die gesamte Oberseite samt Tasten nach hinten. In der großen Öffnung sitzt ein Trichter, in den man die Padhalter einlegt. Einen flachen für eine Tasse und einen tieferen, in den zwei Pads übereinander passen, für zwei Tassen.

Bedienung der Kaffeepadmaschine

Die zum Starten gedrückte Einschalttaste blinkt rot – entweder gemächlich oder sehr hektisch. Im zweiten Fall ist zu wenig Wasser im Tank. Mit ausreichend Wasser an der Seite blinkt es etwa 75 Sekunden, bis es dauerhaft rot leuchtet. Den Aufheizvorgang schaffen andere Maschinen deutlich schneller, beispielsweise die Modelle von Krups. Bei der Senseo Philips Quadrante wird kein Thermoblock erhitzt, aus ihrem Inneren dringt das Brodeln kochenden Wassers. Tatsächlich bereitet die Quadrante eine gut 90 Grad heiße Wassermenge vor, die sanft durch die Pads gedrückt wird. Der Zubereitung dauert pro Tasse knapp 30 Sekunden, bei zwei Tassen die doppelte Zeit. Im Vergleich zu Kapselmaschinen ist das Hantieren mit Padhalter und Pads einen Tick aufwändiger. Insgesamt ist die Philips Quadrante aber ein angenehmes und einfach bedienbares Haushaltsgerät.

Bedienung: Einfach & Gemächlich

Philips Senseo Quadrante, einfache Bedienung

Die Philips Senseo Quadrante Kaffeepadmaschine ist sehr einfach zubedienen.

Senseo-Pads: günstig und gut

Im Unterschied zu versiegelten Kaffeekapseln liegt das Kaffeemehl bei Pads locker zwischen zwei geprägten Papierlagen. Damit ähnelt die Brühmethode einem normalen Filterkaffee, hier aber mit dem Vorteil eines kurzen Brühprozesses, der weniger Reiz- und Bitterstoffe ausschwemmt. Echte Crema entsteht allerding erst bei mindestens 9 bar. Was sich auf dem Kaffee von Senseo zeigt, ist streng genommen gar keine Crema, sondern Kaffeeschaum. Philips wirbt allerdings auch nicht mit dem Zauberwort „Espresso“, die entsprechenden Pads heißen „Typ Espresso“. Eine aromaversiegelte Packung enthält 12 Pads. Nach dem Öffnen sollte man sie wieder dicht verschließen oder Pads samt Tüte in eine aromadichte Dose stecken, damit sie nicht ausduften. Bei Kapselmodellen, etwa der Tassimo T20 von Bosch, ist das Kaffeepulver gut versiegelt in der Kapsel, somit hat man dieses Problem nicht.

Senseo Geschmack

Von diesen Voraussetzungen her kann der Senseo-Kaffee natürlich in Sachen Aroma nicht mit einer guten Kapselmaschine mithalten. Aber wie gut ist der Kaffee? Senseo hält derzeit 11 Sorten Kaffee bereit, eine davon entkoffeiniert. Probiert habe ich zunächst den „Classic“, der eine ausgewogene Mischung aus Robusto und Arabico sein will. Für Kaffeeliebhaber ein etwas flaches Vergnügen, wenig gehaltvoll, aber durchaus wohlschmeckend. Der „Typ Espresso Intenso“ aus Arabica-Bohnen ist offenbar das Kräftigste aus dem Senseo-Sortiment. Hier ist das Aroma viel gehaltvoller und richtig würzig. Fast schon so gut wie der handgemachte Espresso aus dem Mokkakännchen auf Herdplatte. Echter edler Espresso ist das aber noch nicht.

Gut für einen frischen Alltagskaffee

Zahlreiche Nachahmer bieten Pads für Senseo an, darunter Aldi oder Dallmayr. Daneben hält das Senseo-Sortiment auch fünf Milchschaum-Spezialitäten bereit, wie Cappuccino, Latte oder auch ein Schokoladengetränk. Solche Pads enthalten eine Kunststoffkapsel und dürfen nicht in die Biotonne. Der millionenfache Erfolg von Senseo beweist, dass sich viele den Geschmack von Filterkaffee mit den Vorteilen schneller und stets frischer Zubereitung wünschen. Ich bin zugegebenermaßen kein Freund von Filterkaffee. Im direkten Vergleich kann Senseo geschmacklich mit Dolce Gusto oder gar Nespresso nicht mithalten. Für einen frischen, kräftigen Alltagskaffee reicht es aber. Und besser als der langsam durchtröpfelnde Filterkaffee, der dann vielleicht noch eine halbe Stunde auf der Warmhalteplatte steht, ist der Senseo-Kaffee allemal.

Stromverbrauch und Kapselpreise

Die Quadrante zieht beim Vorwärmen und Brühen etwa 1350 Watt. Nach dem Brühen einer Tasse schaltet sie für 30 Minuten in den Stand-by und danach komplett ab. Verbrauchte Pads dürfen in die Biotonne, also eine recht umweltfreundliche Angelegenheit. Das System ist mit 10 bis 20 Cent pro Tasse deutlich preiswerter als Kapseln (30 bis 49 Cent), aber andererseits auch deutlich teurer als loser Kaffee oder Kaffeebohnen.

Senseo Quadrante, unser Fazit

Die Philips Senseo Quadrante ist keine Design-Schönheit und keine kapriziöse Espresso-Diva, sondern eine zweckmäßige Haushaltsmaschine für den täglichen Kaffeegenuss. Neben den umweltfreundlichen Pads überzeugt besonders die Vielfalt der unterschiedlichen Geschmackssorten von verschiedenen Anbietern. Vom Geschmack her schlägt sie den klassischen Filterkaffee um Längen, mit einer guten Kapselmaschine kann sie aber nicht mithalten.

(719 Rezensionen)

POSITIV

  • + schneller, frisch gebrühter Kaffee nach Wahl
  • + Kaffepads umweltfreundlich und kompostierbar
  • + Pads einfach in Supermärkten erhältlich
  • + preisgünstige Pads anderer Hersteller erhältlich
  • + klares Bedienkonzept

Negativ

  • - kein echter Espresso
  • - Kaffeepads teurer als Bohnen oder loser Kaffee

Preisvergleich

Endnote 2,0 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung/Design
    2.5
     
  • Bedienung
    1.5
     
  • Geschmack
    5.0
     
  • Getränkesortiment
    2.0
     
  • Kosten/Stromverbrauch
    1.5
     
  • Umwelteigenschaften
    1.5
     

RATGEBER

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Datenblatt

  • System
    Pads
  • Abmessungen
    19 x 29 x 27 cm
  • Gewicht
    k.A.
  • Wassertank
    1,2 Liter
  • Brühtechnik
    Senseo-Brühsystem
  • Pumpendruck
    1,3 bar
  • Stromverbrauch
    max. 1350
  • Aufheizen
    75 Sekunden
  • Besonderheiten
    zwei Tassen gleichzeitig

Bestenliste