Endnote 2,0 Gut
Share Button

Senseo Twist HD7870 Testbericht

Dietmar.Dala, 13. April 2015
Endnote 2,0 Gut
Share Button

Mit ihrem eleganten Auftritt macht die Senseo Twist von Philips teuren Kapselmaschinen Konkurrenz. Aber ist auch die Bedienung okay? Und wie schmeckt der Kaffee? Der Praxistest gibt Auskunft.

(629 Rezensionen)

POSITIV

  • + extravagantes Design
  • + Touchbedienung

  • + viele Geschmacksvarianten 

  • + umweltfreundliche Pads

Negativ

  • - Touchbedienung anfangs verwirrend

Die Philips Senseo Twist sieht superedel aus, ist aber doch „nur“ eine Pad-Maschine. Sie arbeitet mit den kreisrunden, flachen Papiertütchen, die man in einen Pad-Halter einlegt und durch die das heiße Wasser mit leichtem Druck gepresst wird. Die für echten Espresso nötigen 9 bar erreichen Pad-Modelle nicht, deshalb können sie auch keinen Original-Espresso produzieren, aber immerhin Annäherungen daran oder einfach nur guten Kaffee. Echten Espresso bieten nur Kapselmaschinen wie die von Krups, DeLonghi oder Tchibo. Die Twist kostet offiziell 99,99 Euro, der Straßenpreis beträgt etwa 77 Euro.

Design Senseo Twist HD7870

Beim Design zeigt Philips Ehrgeiz. Die Maschine ist aus schwarz glänzendem Kunststoff und steht auf einer ovalen Grundplatte mit Touchpanel für die Bedienung. An der Rückseite ist eine kleinere kreisförmige Platte angesetzt, auf der ein schmaler Wasserbehälter mit kess schrägem Deckel platziert ist. Das mag auf manchen gewollt extravagant wirken, geht aber noch als elegant und schick durch. Vom Design her macht die Senseo Twist edlen Kapselmaschinen wie der Nespresso Pixie oder der Nespresso Citiz Konkurrenz, wenn auch die verwendeten Materialien und die Verarbeitungsqualität nicht so hochwertig sind wie bei der Pixie.

Design: Extravagant und lifestylig

Die Fertigungsqualität ist völlig in Ordnung, den Wasserbehälter sollte man allerdings vorsichtig einsetzen. Der Kaffeeauslauf ist praktischerweise höhenverstellbar, so dass auch die kleine Espressotasse und das große Glas bequem drunter passen. Außerdem lassen sich zwei Tassen gleichzeitig zubereiten, dafür nutzt man den etwas tieferen Pad-Halter, in den zwei Kaffeetütchen übereinander gelegt werden.

Bedienung der Philips Senseo

Zwiespältig fällt das Urteil über die Bedienung aus. Die erfolgt sehr lifestylig über ein Touchpanel. Da es sich nicht um ein kapazitives Touchdisplay wie bei Smartphones handelt, sondern um eine druckempfindliche Plastikoberfläche, muss man leichten Druck ausüben. Ein Vorteil der Touchtechnik ist, dass es keine hervorstehenden Tasten gibt, an deren Rändern sich Krümel oder Kaffeeflecken einnisten können. Die glatte Bedienoberfläche wird bei Bedarf einfach mit einem feuchten Tuch sauber gewischt.

Die Bedienung des Touchpanels ist etwas verwirrend gestaltet

Neben dem Einschaltknopf gibt es Tasten für die Kaffeestärke und Tasten für ein oder zwei Tassen. Allerdings sind die Bedienelemente von der Optik her etwas verwirrend, weil die eigentliche Taste und das dazugehörige Leuchtsymbol gleich aussehen. Neben der Taste beispielsweise, mit der man zwischen schwachem oder starkem Kaffee wählt, erscheint die gleiche Taste noch mal als Leuchtsymbol. Das wirkt so, als sei die Taste doppelt vorhanden und verwirrt erstmal. Nach einiger Zeit hat man sich allerdings daran gewöhnt. Immerhin kann man zwischen starkem und „normalem“ Kaffee wählen, das bietet beispielsweise das Schwestermodell HD7810 nicht.

Nach dem Einschalten blinkt die Einschalttaste gemächlich, und es vergehen etwa 80 Sekunden für das Aufheizen, dann erst ist die Maschine startklar. Eine kleine Tasse starken Kaffees ist in 20 Sekunden fertig. Ein großer Kaffee ist in 30 Sekunden fertig.
Geschmack: Besser als Filterkaffee, schlechter als Kapselkaffee
Wie steht es mit dem Geschmack? In der Bedienanleitung ist von der „perfekten Tasse Kaffee mit einem weichen, vollen Aroma und einer köstlichen Crema“ die Rede. Das ist natürlich übertrieben. Schon allein aufgrund des mangelnden Pumpendrucks bei der Pad-Technik ist echter, edler Espresso nicht drin.

Geschmack der Twist HD7870

Der Kaffee ist aber keineswegs schlecht. Er schmeckt eindeutig besser als das Gebräu aus der klassischen Filter-Kaffeemaschine, dessen Aroma sich spätestens nach einer halben Stunde verflüchtigt hat. Und auch deutlich besser als die Tasse Kaffee, die man in Gastronomie oder Hotel serviert bekommt. Der Senseo-Kaffee ist je nach verwendeter Sorte aromatisch, frisch und wohlschmeckend, kurz ein feiner Kaffee für Alltag und Büro.

Aromatischer, frische Geschmack

Hervorzuheben ist, dass das Senseo-Sortiment von Originalhersteller Douwe Egberts eine große Auswahl unterschiedlicher Geschmacksrichtungen bietet und auch Dritthersteller wie beispielsweise Jacobs oder Dallmayer Pads im Angebot haben. Im Test habe ich den beispielsweise den „Caffè Crema intenso“ von Jacobs probiert. Dunkles, leicht erdiges Aroma, das aber von der Delikatesse und Tiefe eines Spitzenkaffees meilenweit entfernt ist. Aber es gibt ja genug Auswahl, so dass jeder eine passende Sorte findet.

Stromverbrauch und Umwelt

Beim Stromverbrauch liegt die Maschine auf gleichem Niveau wie im Prinzip alle anderen Testmodelle auch. Beim Aufheizen schwankt der Stromzähler zwischen 387 und 1231 Watt, bei der Kaffeezubereitung steigt der Wert kurzzeitig auf 1186 Watt. Das sind normale Werte, wenn man bedenkt, dass in kurzer Zeit Wasser von Zimmertemperatur auf ca. 90 Grad erhitzt wird. Im Stand-by ist der Stromverbrauch zu vernachlässigen, nach 15 Minuten schaltet sich die Maschine von selbst ab. Umweltbewusste Verbraucher wissen es zu schätzen, dass die verbrauchten Pads in der Biotonne entsorgt werden können und auch im Hausmüll keinen Schaden anrichten.

Unser Fazit zur Senseo Twist

Die Philips Senseo Twist ist insgesamt eine gute Maschine für den 2-Personen-Haushalt, in dem es morgens schnell gehen muss oder auch für die kleine Bürogemeinschaft, wo man sich zwischendurch mal schnell sein „Käffchen“ holt. Unter ästhetischen Gesichtspunkten ist die Senseo Twist ambitioniert, sie gefällt mit modernem, vielleicht etwas bemüht elegantem Auftritt, die Bedienung ist nach kurzer Eingewöhnung ebenfalls kein Problem. Eine gute Kaffeemaschine für den gehobenen Bürokaffee oder den leckeren Kaffee im Alltag. Wer noch mehr Geschmack haben will, muss zu Kapselkaffee wechseln. Wie bei allen Senseo-Modellen liegt der Geschmack qualitativ zwischen frischem Filterkaffee und Kapselkaffee.

(629 Rezensionen)

POSITIV

  • + extravagantes Design
  • + Touchbedienung

  • + viele Geschmacksvarianten 

  • + umweltfreundliche Pads

Negativ

  • - Touchbedienung anfangs verwirrend

Preisvergleich

Endnote 2,0 Gut

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Verarbeitung/Design
    2.0
     
  • Bedienung
    2.0
     
  • Geschmack
    1.5
     
  • Getränkesortiment
    2.0
     
  • Kosten/Stromverbrauch
    1.5
     
  • Umwelteigenschaften
    1.5
     

RATGEBER

Sie können sich nicht entscheiden?

Mehr erfahren

Datenblatt

  • System
    Kaffee-Pads
  • Abmessungen
    31 x 25 x 32 cm
  • Gewicht
    3 Kilo
  • Wassertank
    1,0 Liter
  • Brühtechnik
    Senseo-Brühsystem
  • Pumpendruck
    1,3 bar
  • Stromverbrauch
    circa 1200 Watt
  • Aufheizen
    80 Sekunden
  • Abschaltautomatik
    nach 15 Minuten
  • Besonderheiten
    Touchpanel

Bestenliste