Endnote 2,6 Befriedigend
Share Button

Bosch Tassimo T20 Testbericht

Dietmar.Dala, 13. Januar 2015
Endnote 2,6 Befriedigend
Share Button

Als vielseitiger Getränkespender präsentiert sich die Tassimo T20 von Bosch. Das Tassimo-Kapsel-System bietet eine enorme Vielfalt unterschiedlicher Getränke. Neben Kaffee gibt es auch Kakao und viele Teesorten. Ob das Ergebnis auch geschmacklich überzeugt, zeigt der Test.

(241 Rezensionen)

POSITIV

  • + schönes, alltagstaugliches Design

  • + simple Bedienung
  • 
+ große Getränkevielfalt

Negativ

  • - kein echter Espresso möglich
  • - 
hohes Müllaufkommen

  • - teure Kapseln

Die Tassimo T20 ist ein Getränkespender für die ganze Familie. Sie spendet nicht nur Kaffee, Cappuccino und eine Art Espresso, auch Latte Macchiato, Kakao und sogar Tee bereitet sie munter zu. Darin ist sie dem Dolce-Gusto-System sehr ähnlich. Dementsprechend bezeichnet Bosch das Gerät auch nicht als Kaffeemaschine, sondern als Multi-Getränke-Automat.

Ganz anspruchslos ist die Bosch aber nicht. Als Kapselmaschine verspricht sie hohen Kaffeegenuss und ein technisches Schmankerl hat sie auch in petto, nämlich den Barcode-Leser. Auf jeder Kapsel ist auf der Alu-Unterseite ein Barcode aufgedruckt. Daran erkennt die Elektronik, welches Getränk in der Kapsel ist und regelt dementsprechend Wassermenge, Temperatur und Brühdauer. Keine andere Maschine im Test bietet diese Möglichkeit. Die Tassimo ist in Onlineshops zu Preisen ab etwa 66 Euro erhältlich, ein fairer Preis angesichts der Möglichkeiten des Geräts.

Design & Verarbeitung der Bosch Tassimo T20

Etwas pummelig und bauchig kommt die Bosch Tassimo T20 schon daher daher. Das Design, das weniger auf Lifestyle und mehr auf freundliche Alltagsdienlichkeit setzt, macht sie schon mal sympathisch. Der Wassertank fasst 1,5 Liter, mehr als die meisten anderen Modelle im Test. Der Tank ist abgeflacht und schmiegt sich so platzsparend an die Rückseite.

Das alltagstaugliche Design der Bosch Tassimo T20

Mehr als zwei Bedienelemente braucht die Maschine nicht, einen Kippschalter zum Ein- und Ausschalten, sowie eine große runde Taste um den Brühvorgang zu starten oder Wasser nachlaufen zu lassen. Das Tassenpodest ist höhenverstellbar, so dass auch hohe Latte-Macchiato-Gläser unter den Auslauf passen.

Bedienung der Tassimo T20

Nach dem Umlegen des Kippschalters dauert es eine gute Minute, bis das Wasser aufgeheizt ist man die erste Tasse ordern kann. Vorher muss man natürlich die Kapsel mit der Barcodeseite nach unten einlegen und den Deckel mit dem großen schwarzen Kunststoffring fest nach unten drücken und die Maschine damit verschließen. Dann erst signalisiert eine grüne Leuchte, dass es losgehen kann. Ein Tastendruck, die Leuchte blinkt und aus dem bauchigen Inneren dringen seltsame Geräusche. Man vernimmt ein Pumpen und Stoßen, dazu ein weiches Hämmern und Brummen, bis der Kaffee schließlich in die Tasse fließt. Zum Schluss ertönt noch ein appetitliches Schlürfen.

Die Bedienung ist einfach und verwirrend zugleich

Die Kapselmaschine verfügt über einen Barcode-Leser

Will man den Kaffee weniger stark, drückt man einfach auf die rechte Taste, dann fließt so lange heißes Wasser nach, wie man die Taste gedrückt hält. Das ist einerseits praktisch, andererseits benötigt man eine gewisse Übung, bis man die gewünschte Kaffeestärke jeweils erreicht. Auch die Krups Piccolo manuell bietet standardmäßig die Möglichkeit, die Wassermenge individuell zu regulieren. Bei beiden Maschinen ist es allerdings etwas lästig, dass der Kaffeeauslauf noch relativ lange nachtropft.

Daneben ist die Bedienung am Anfang auch nicht ganz eingängig. Ist nämlich die vorprogrammierte Getränkemenge durchgelaufen, dann blinkt die Taste für zusätzliche Wasserzufuhr nur kurz und erlischt dann. Will man danach heißes Wasser zugeben, muss man den Verschlussring öffnen und wieder schließen und dann erst die linke Taste drücken. Mit ein bisschen Gewöhnung ist das kein Problem, doch zumindest am Anfang ist man verwirrt. Ähnlich wie bei der Cafissimo Classic von Tchibo mit ihren vielen Knöpfen benötigt auch die Bosch ein bisschen Eingewöhnungszeit.

Geschmack der Tassimo Kapseln

Der Geschmack von Espresso und Cappuccino ist bei der Bosch durchaus in Ordnung. Das als „Espresso“ bezeichnete Getränk kommt stark und aromatisch daher, ist aber bei weitem nicht so komplex und interessant wie bei Nespresso oder auch Tchibo. Das geschmackliche Niveau liegt etwas über dem der Senseo-Pads.

Cappucino mit dicker Schaumschicht

Die Pumpe schafft laut Datenblatt 3,3 bar, nicht genug für echten Espresso. Bei der Zubereitung von Cappuccino benötigt man zwei Kapseln. Eine für den „Espresso“ und eine für die Milch. Was dabei rauskommt, ist ein feines Getränk mit einer dicken Schaumschicht. Positiv hervorzuheben ist die große Vielfalt an Geschmacksrichtungen von verschiedenen Herstellern. Da wird einem garantiert nicht langweilig. Neben diversen Kaffeesorten gibt es auch Kakao und sogar eine große Auswahl an Teesorten. Besonders gut fand ich den Twinings „English Breakfast“. Ein Vorteil der Kapseln ist, dass sie luftdicht verschlossen sind. So lassen sie sich länger ohne Aromaverlust lagern. Die Senseo-Pads verlieren da schneller an Aroma.

Stromverbrauch der Kapselmaschine

Beim Stromverbrauch tanzt die dicke Bosch nicht aus der Reihe. Fürs Aufheizen genehmigt sie sich 1400 Watt, zwischendurch fällt der Stromverbrauch auf 380 oder 150 Watt. Beim Wasserdurchlauf zeigt der Strommesser 140 Watt an, um dann schnell auf null zu fallen. Unter Umweltaspekten sieht die Sache nicht so gut aus. Die Kapseln sind aus Kunststoff und Aluminium gefertigt, ein Hinweis auf umweltfreundliche Entsorgung findet sich in der Bedienungsanleitung nicht. Eigentlich müsste man den Aluminiumdeckel von der Kunststoffkapsel trennen, allerdings gibt das eine ziemliche Sauerei. Einen Umweltpreis wird das Tassimo-System so nicht gewinnen. Die Preise für eine Kapsel liegen zwischen 26 und 60 Cent, je nach Getränk und Größe der Packung.

Unser Fazit

Als Espresso-Maschine für Kaffeeliebhaber ist die Bosch sicher nicht die erste Wahl. Aufgrund des mangelnden Pumpendrucks ist Original-Espresso nicht möglich. Nichtsdestotrotz liefert die Bosch Tassimo T20 einen wohlschmeckenden Kaffee. Die Stärke der Maschine ist die Vielseitigkeit beim Getränkeangebot und die simple Bedienung. Wer das beträchtliche Müllaufkommen und die relativ hohen Preise für die Kapseln klar kommt, dürfte mit der Maschine zufrieden sein.

(241 Rezensionen)

POSITIV

  • + schönes, alltagstaugliches Design

  • + simple Bedienung
  • 
+ große Getränkevielfalt

Negativ

  • - kein echter Espresso möglich
  • - 
hohes Müllaufkommen

  • - teure Kapseln

Preisvergleich

Endnote 2,6 Befriedigend

Testergebnis

Wie wir bewerten?
  • Design/Verarbeitung
    2.5
     
  • Bedienung
    3.0
     
  • Geschmack
    2.5
     
  • Getränkesortiment
    1.5
     
  • Kosten/Stromverbrauch
    2.0
     
  • Umwelteigenschaften
    4.0
     

RATGEBER

Sie können sich nicht entscheiden?

Mehr erfahren

Datenblatt

  • System
    Kapseln
  • Abmessungen
    29,8 x 19,9 x 27,8 cm
  • Gewicht
    2,5 Kilo
  • Wassertank
    1,5 Liter
  • Brühtechnik
    Durchlauferhitzer
  • Pumpendruck
    3,3 bar
  • Stromverbrauch
    1400 Watt
  • Aufheizen
    Weniger als 1 Minute
  • Abschaltautomatik
    nach jedem Brühvorgang
  • Besonderheiten
    Kapseln mit Barcodes für Getränkeerkennung

Bestenliste

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.